Rückblick
Am 23. Dezember 1983 wurde auf Initiative seiner Frau Marie Luise der Verlag Marie L. Leidorf von Klaus Leidorf in Marburg/Lahn gegründet. Bereits im Juni 1983 hatte K. Leidorf an der dortigen Universität das Studium der Vor- und Frühgeschichte mit dem Magister abgeschlossen. Im Laufe von nahezu 11 Jahren - bis zur Übernahme des Verlages im Herbst 1994 - wurden unter seiner Betreuung insgesamt 49 Publikationen, darunter sind 43 archäologische und 6 naturwissenschaftliche Titel, veröffentlicht.
Am 1. September 1985 wurde der Wohn- und Firmensitz nach Buch am Erlbach, Kr. Landshut (Land) in Niederbayern verlegt. Nach diversen Tätigkeiten beim Bayerischen Landesamt f. Denkmalpflege in Landshut und München auf der Basis von Zeitverträgen begann K. Leidorf im Januar 1987 mit einer Flugausbildung. Im April des gleichen Jahres erwarb er den Pilotenschein und wurde daraufhin bis Ende 1988 von Otto Braasch in Landshut zum Luftbildarchäologen ausgebildet. Seit Februar 1989 ist K. Leidorf freiberuflich, so u.a. auch für das Bayerische Landesamt f. Denkmalpflege in München, tätig.
In den Jahren 1984 bis 1990 erschienen
im Leidorf-Verlag nur 10 in der Offset-Technik gedruckte Fachtitel. Das änderte sich Anfang 1991 als wesentliche Fortschritte in der digitalen Drucktechnik erkennbar wurden. Diese Entwicklung ließ erstmals die Möglichkeit zu, Bücher in sehr geringer Auflage und damit erheblich kostengünstiger als im Offset-Druck sowie nur auf Bedarf zu produzieren. Als besonders hilfreich erwies sich in diesem Zusammenhang seine frühe, schon während des Studiums betriebene EDV-technische Spezialisierung.
Als gemeinsame Herausgeber gründeten daraufhin Dr. Claus Dobiat vom Vorgeschichtlichen Seminar der Universität Marburg und K. Leidorf 1991 die Reihe "Internationale Archäologie", bei der erstmals in der europäischen Archäologie überhaupt diese Technik des preiswerteren Herstellens von Fachbüchern praktiziert wurde. Die Resonanz auf das neue Herstellungsverfahren fiel in den Geisteswissenschaften wohl auch aus Gründen der zu geringen Werbung - zunächst sehr verhalten aus, da kaum jemand den wirtschaftlichen Vorteil dieses Verfahrens erkannte. Der kostspielige und seinerzeit qualitativ wesentlich bessere Offset-Druck wurde trotz der durch die Wiedervereinigung eingeleiteten massiven Einsparungen der öffentlichen Haushalte auch weiterhin bevorzugt.
Drei Jahre später, am 1. Oktober 1994, trat K. Leidorf seinen Verlag ab. Dies hatte in erster Linie damit etwas zu tun, daß inzwischen die Menge der Publikationen stark angewachsen war und für ihn die Tätigkeit als Luftbildarchäologe immer mehr zur eigentlichen Berufung wurde. Ein weiterer Grund für sein Handeln war auch der, daß er seinem damals vorübergehend arbeitslos gewordenen Nachfolger Dr. Bert Wiegel helfen wollte, sich hauptberuflich als Verleger von archäologischer Fachliteratur eine Existenz aufzubauen. Dieser hatte ebenfalls Vor- und Frühgeschichte studiert und an der LMU München bei Prof. Dr. Georg Kossack 1983 zunächst mit dem Magister und 1989 mit der Promotion abgeschlossen. Nach vierjähriger Tätigkeit im öffentlichen Dienst, beschloß er aufgrund des Angebots von K. Leidorf - sich selbständig zu machen.
Nach der Abtretung des Betriebes blieb
der Leidorf-Verlag weiterhin Einzelfirma. Der neue ständige Sitz wechselte nach Espelkamp, Kr. Minden-Lübbecke in NRW. Am 1. Oktober 1995 wurde der Betrieb in eine GmbH umgewandelt und der Firmenname in VML Verlag Marie Leidorf GmbH geändert. Alleiniger Geschäftsführer wurde B. Wiegel. Am 1. Oktober 1997 wurde der Firmensitz in den Nachbarort Rahden/Westf. verlegt. Seit dem 1. Juli 1998 steht uns mit Frau Reda Maseiker eine Bürokraft zur Seite.
Außerdem sind für Redaktion und Layout unserer Buchprojekte sowie für die Übersetzung und Bearbeitung der Homepage zehn freie Mitarbeiter im In- und Ausland für uns tätig.
Rahden, im Oktober 2004